Zum Hauptinhalt springen
< Übersicht
Drucken 

Mädesüß

Filipendula ulmaria

Mädesüß

Mädesüß ist in Mitteleuropa  zuhause und wächst gerne in feuchten Wiesen mit nährstoffreichem Boden, Gräben und Bachufern und wird bis zu 2 Metern hoch.

Die leicht nach Marzipan riechenden Blüten und das Kraut gelten seit Jahrhunderten als Heilpflanze, die u.a. gegen Kopfschmerzen helfen kann.

Mädesüß
Mädesüß bereit zur Verarbeitung

Kurzbeschreibung

Botanischer NameFilipendula ulmaria
Standortsonnig bis halbschattig;
feuchte, lehmige und nährstoffreiche Böden
PflanzenfamilieRosengewächse
Aussaat-/ PflanzzeitApril – September
VermehrungSamen, Teilung des Wurzelstocks
Wurzelsystemflacher, kriechender Wurzelstock
Gute NachbarnWasserdost, Blutweiderich, Irisarten
BlütezeitMai – August
Blütenfarbeweiß
Nektarwert / Pollenwert 0 / 3
ErntezeitMai – Oktober
bester Erntezeitpunktzu Beginn der Blütezeit, am besten mit einigen Blütenknospen
Anwendungs-Gebiete Kopfschmerzen
grippale Infekte, Erkältungen, Fieber
Gliederschmerzen
leichte Gelenkschmerzen
rheumatische Beschwerden
Muskelschmerzen
leichte Magenbeschwerden
Sodbrennen, Blähungen
Gewürzkraut fürObstsalate, Kompott, Fisch- und Wildgerichte, Wildkräutersalate
InhaltsstoffeSalicylsäure-Abkömmlinge - Salicylaldehyd, Salicylsäuremethylester, Methylsalicylat
Salicylat-Glykoside (u. a. Spiraein)
Flavonoide (u. a. Quercetin-, Kämpferol- und Spiraeosid-Derivate)
Hyperosid
Rutin
Zitronensäure
Gerbstoffe (Ellagitannin)
ätherisches Öl
Vanillin
Phenolglycoside (die sich beim Trocknen in ätherische Öle umwandeln)
Schleimstoffe
Vitamin C (geringe Mengen)
Mineralstoffe (u. a. Kalium)
Heilwirkungenentzündungshemmend, schmerzlindernd
fiebersenkend
antioxidativ
adstringierend (zusammenziehend)
schweißtreibend
leicht harntreibend
schleimhautschützend
leicht antimikrobiell
verdauungsunterstützend

Mädesüß -Tinktur (Kopfweh-Tropfen)

Zutaten:
Mädesüß Blüten und ein paar Blätter1/2 (Schraub)glas-Füllmenge
Alkoholmind. 40 % Vol., z. B. Wodka
Schraubglaszum Reifen der Tinktur
Kaffeefilterzum Abseihen der fertigen Tinktur
Glasflasche/n aus Braunglas zur Aufbewahrung
Mädesüß für Tinktur vorbereiten
  1. Blüten und ein paar Blätter zerkleinern (Keramikmesser) und in ein Glas – mit Deckel – füllen.

  2. Mit Alkohol auffüllen, bis alle Pflanzenteile komplett bedeckt sind.

  3. Das Glas verschließen und an einem warmen Ort für vier bis sechs Wochen reifen lassen.

  4. Jeden Tag schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.

  5. Am Ende der Ziehzeit die fertige Tinktur abseihen, in Braunglasflaschen abfüllen, beschriften und an einem kühlen, dunklen Ort verwahren.

Anwendung

u. a. bei

  • Kopfschmerzen
  • Leichter Migräne
  • Wetterfühligkeit
  • Verspannung im Nacken 

Hierfür 2 – 4 x täglich 15 – 25 Tropfen in etwas Wasser einnehmen, erst eine Zeitlang im Mund behalten (schmeckt leicht nach Marzipan ;-).

Zusätzlich etwas Mädesüß-Tinktur äußerlich auf die Schläfen geben – das kann die Wirkung unterstützen.

Kann auch äußerlich bei schmerzenden Muskeln und Gelenken zum Einreiben genutzt werden.

Da die Stoffe Salicylaldehyd und Salicylsäuremethylester erst im Körper aufgespalten werden müssen, um die Acetylsalicylsäure herzustellen, tritt die Wirkung erst ca. ein bis zwei Stunden nach Einnahme ein. Dafür ist es aber ein natürlicher Prozess.

Mädesüß
Mädesüß in Alkohol
Inhaltsverzeichnis